«Kein Zweifel am Nowitschok-Resultat»

In der Krise um den Giftanschlag von Salisbury greift Moskau die Glaubwürdigkeit des britischen Befunds an. Ein Schweizer Chemiewaffenexperte hat jedoch keine Zweifel daran, dass die Briten den eingesetzten Kampfstoff richtig identifizierten und es sich um das in Russland entwickelte Gift Nowitschok handelt.

Andreas Rüesch
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Britische Einsatzkräfte in Schutzanzügen bei der Arbeit in Salisbury. Der Giftanschlag zwang die Behörden zu aufwendigen Dekontaminierungsarbeiten. (Bild: Neil Hall / EPA)

Britische Einsatzkräfte in Schutzanzügen bei der Arbeit in Salisbury. Der Giftanschlag zwang die Behörden zu aufwendigen Dekontaminierungsarbeiten. (Bild: Neil Hall / EPA)

Seit dem Giftanschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergei Skripal ist ein Monat vergangen, aber die dadurch ausgelöste Krise ist noch lange nicht bewältigt. Dass erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg auf europäischem Boden ein militärisches Nervengift eingesetzt wurde, hat nicht nur in der breiten Öffentlichkeit Entsetzen ausgelöst, sondern auch die Fachwelt verblüfft. «Ich war davon sehr überrascht», sagt der Schweizer Stefan Mogl, der als Leiter des Fachbereichs Chemie im Labor Spiez im Bundesamt für Bevölkerungsschutz zu den besten Kennern der C-Waffen-Problematik zählt.